Gesundheit

Hier sind die schlimmsten Nebenwirkungen der Keto-Diät

Die ketogene Diät ist nach wie vor im Trend: In den Buchhandlungen häufen sich die Ratgeber und Keto-Kochbücher, die kleinen Teststreifen boomen und in den Supermärkten häufen sich die als keto-freundlich markierten Produkte.

Ungefähr wissen die meisten, worum es geht: Durch eine sehr kohlenhydratarme Ernährung soll der Stoffwechsel auf die sogenannte Ketose umgestellt werden, die die Fettverbrennung ankurbelt und angeblich Wunder für die Gesundheit vollbringen kann.

Hier beschäftigen wir uns allerdings nicht mit der Frage, ob die ketogene Diät ihre Versprechen hält, sondern damit, welche Opfer man für sie bringen muss: Kaum jemand spricht nämlich über die Nebenwirkungen, die mit ihr einhergehen. Manche treten zumeist nur in der Anfangsphase der Diät auf, und lassen nach, sobald die Ketose erreicht ist, andere aber bleiben hartnäckig.

8 Beispiele der zweiten Kategorie zeigen wir Ihnen hier

1. Mungeruch
Dieses unglamouröse Problem ist eine der gängigsten Nebenwirkungen der Keto-Diät: Bei der ketogenen Fettverwertung werden andere Abfallprodukte (unter Anderem Aceton) produziert als sonst, und diese werden über den Atem ausgeschieden. Der Atem von Ketariern riecht deswegen oft ein wenig nach Nagellackentferner.

2. Augenringe
Gesundheitlich unbedenklich aber dennoch unerfreulich sind auch die dunklen Augenringe, die viele Ketarier haben. Dies ist zwar ein rein kosmetisches Problem, es kann aber doch die Freude darüber schmälern, sich fitter zu fühlen, wenn man dann doch nicht danach aussieht.

3. Mangelerscheinungen
Der Verzicht auf kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel, die aber auch oft die einzige oder zumindest beste Quelle für lebenswichtige Vitamine ist, macht die ketogene Diät nicht notwendigerweise zu einer Mangelernährung, sie bedarf aber deutlich eingehender Beschäftigung mit dem Thema: Ketarier sollten ihre Vitaminzufuhr genau überwachen und regelmäßig ärztlich testen lassen.

4. Verstopfung
Eine Ernährung, die so gut wie keine Kohlenhydrate erlaubt, ist oft auch sehr Ballaststoffarm. Ballaststoffe sind aber sehr wichtig für eine funktionierende Verdauung. Um Verstopfung zu vermeiden muss die Ernährung auch hier bewusster gestaltet werden: Supplementierung mit Leinsamen oder Flohsamenschalen können helfen, die Verdauung wieder in Gang zu bringen.

5. Erhöhte Cortisol-Level
Da die Ketose dem Körper durch den Mangel an Kohlenhydraten eine Hungersnot vorgaukelt, schüttet dieser als Reaktion darauf das Stresshormon Cortisol aus. Da Cortisol immunsuppressiv wirkt, also die Verteidigungsmechanismen des Körpers schwächt, kann dieser so anfälliger für Infektionen werden.

6. Beinkrämpfe
Die Keto-Diät führt zu weniger Zucker im Blut und somit zu einer Veränderung des Insulinhaushalts. Insulin ist aber auch für die Speicherung von Salz in den Nieren verantwortlich und weniger Insulin bedeutet somit auch weniger Salze. Dies wiederum kann dann zu unangenehmen Krämpfen in den Beinen führen.

7. Erhöhte Cholesterinwerte
Obwohl Ernährungsexperten sich mittlerweile einig sind, dass Cholesterin nicht grundsätzlich schlecht ist (es wird zwischen „gutem“ und „bösem“ Cholesterin unterschieden), kann eine derartig auf tierischen Fetten basierende Ernährung doch das Gleichgewicht zugunsten des „bösen“ Cholesterins verändern. Dies kann im schlimmsten Fall zu Arterienverstopfung und daraus resultierend zu einem Herzinfarkt führen.

8. Bei Frauen: ausbleibende Periode
Da die ketogene Diät dem Körper eine Hungersnot vorspielt, wirkt sie sich auch auf andere Syteme im Körper neben dem Stoffwechsel aus: Um keine vermeintlich knappen Ressourcen zu verschwenden stellt der weibliche Körper die Fortpflanzungsfunktionen ein. Frauen mit Kinderwunsch sollten diese Diät also meiden.

Wenn Sie überlegen, eine Keto-Diät zu beginnen, hoffen wir, Ihnen mit dieser Liste weitergeholfen zu haben. In jedem Fall wünschen wir beste Gesundheit!

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