Gesundheit

Was Ihre Nägel über Ihre Gesundheit sagen

Auffälligkeiten der Finger – und Zehennägel wie ihre Oberflächenbeschaffenheit, mögliche Rillen und die Nagelfarbe dienen der Nageldiagnostik. Es lassen sich daraus Rückschlüsse zur physischen und psychischen Gesundheit des Menschen ziehen.

Spiegelbild unseres Gesundheitszustandes: die Fingernägel

Aus den Nägeln – vor allem aus den Fingernägeln – leiten unter anderem ganzheitliche Therapeuten ein umfassendes Bild zum Gesundheitszustand eines Patienten ab. Gesunde Nägel sind glatt ohne Rillen und Riefen, ihr Glanz ist normal, sie sind leicht rosa gefärbt und leicht gewölbt. Wesentliche Eigenschaften sind außerdem der normale Nagelmond und eine gewisse Elastizität.

Abweichungen von diesem Bild des gesunden Fingernagels deuten auf Krankheiten hin. Die Art der Erkrankung führt zu verschiedenen Farb-, Form- und Oberflächenveränderungen. Der Nagel kann auch selbst erkranken. Auslöser sind in der Regel Pilze, Bakterien oder Chemikalien. Nägel wachsen nur langsam nach. Daher lassen sich an ihnen auch zurückliegende Krankheiten ablesen. Die häufigsten Veränderungen der Nägel und ihr Beziehung zu einem Krankheitsbild sind diese:

Formveränderungen

  • Krallennägel (verdickt, gekrümmt): Durchblutungsstörungen
  • Uhrglasnägel (Wölbung nach oben): Eisenmangel, Krankheiten von Leber und Lunge
  • Plateaunägel (seitlich abfallend, mittig eben): Magen- und Darm-Leiden, Blutbildung

Farbveränderungen

  • Milchglasnägel (weißlich trüb): entzündliche Darmerkrankung, Leberzirrhose
  • Gelbfärbung (außer durch Nikotin): Gelbsucht, Leberleiden, Schuppenflechte, Medikamenteneinwirkung, Pilzinfektion
  • Blässe: Anämie (Blutarmut)
  • Blaufärbung: eventuell Lungen- oder Herzerkrankung
  • weiße Flecken: harmlos, Lufteinschluss durch Wachstum

Oberflächenveränderungen

  • Abblättern des Nagels: fehlende Spurenelemente und Mineralstoffe
  • Querrillen und -furchen: Lungenentzündung, Durchfall, Depression, Blutvergiftung, Folge einer Operation, Verletzungen der Nagelhaut oder -wurzel, strenges Fasten
  • brüchige Nägel: Mineralstoffmangel (Kalzium, Magnesium)

Veränderung des Nagelmondes

  • übergroßer Nagelmond: Herzrhythmusstörung
  • ohne Mond: Nervenschwäche (allgemein oder Herz-Nerven)

 

Was sollten wir an unsern Fingernägeln beobachten?

Grundsätzlich sei angemerkt, dass sich Krankheiten an den Finger- und Zehennägeln gleichermaßen zeigen (es sei denn, ein einzelner Nagel ist selbst krank). Nur schauen wir unsere Zehennägel nur selten an, die Fingernägel hingegen laufend. Daher beziehen sich die meisten Beobachtungen auf die Fingernägel. Sie sehen im Grunde selten völlig makellos aus. Viele Veränderungen wie weiße Wölkchen, etwas brüchige Spitzen oder sehr kleine Rillen sind vergleichsweise harmlos. So sind beispielsweise feine Längsrillen kaum der Rede wert, sie entstehen mit zunehmendem Alter.

Flüssigkeitsmangel kann zwar diese Nagelstruktur begünstigen, doch diesen spüren wir ohnehin auch auf andere Weise. Bei Querrillen hingegen ist eine Wachstumsstörung des Nagels zu verzeichnen, die eine körperliche Ursache haben dürfte. Hohes Fieber hemmt das Nagelwachstum fast immer. Es gibt allerdings auch Querrillen durch eine falsche Maniküre, weil sich der Mensch dabei das Nagelbett verletzt hat. Ein Uhrglasnagel wäre schon bedenklicher, denn hier könnte wirklich eine Lungen- oder Herzkrankheit vorliegen.

Der Nagel verändert sich, weil die Krankheit die Sauerstoffversorgung in den Extremitäten reduziert. Das ist auch an den Nägeln zu sehen. Wer das beobachtet, muss den Arzt aufsuchen. Dasselbe betrifft die Gelbfärbung durch einen Nagelpilz, die eine langwierige Therapie erfordert. Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt. Dieser wird einen Test auf eine Pilzinfektion durchführen. Wenn dieser Test negativ ausfällt, hat vielleicht eine Lungenerkrankung die Gelbfärbung verursacht. Damit müssen Sie ebenfalls zum Spezialisten.

Andere Symptome weisen zwar auf eine gewisse Störung hin, die jedoch gut beherrschbar ist. Fragen Sie im Zweifelsfall immer Ihren Hausarzt.

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