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Fünf schädliche Mythen über Videospiele

Videospiele sind eine ganz besondere Form der Unterhaltung, aber sie werden in sehr vielen Fällen missverstanden. Die Hintergründe dazu sind nicht immer einfach nachzuvollziehen.

Wer nicht viel mit Videospielen zu tun hat und jemanden kennt, der Videospiele spielt, kann eine sehr beunruhigende Erfahrung damit machen. Manchmal erweckt ein Spieler nämlich den Eindruck, dass er förmlich an den Bildschirm geklebt ist und sich in die digitale Welt zu sehr vertieft. Im schlimmsten Fall macht man sich sogar Sorgen darum, dass der Spieler deshalb geschädigt wird, bzw. sich dadurch sozial isoliert. Wer sich allerdings etwas die Zeit nimmt, um die wahre Natur von den typischen heutigen Videospielern zu entdecken, findet eine ganz andere Geschichte, die dahinter steckt.

Toomky Games legt daher folgende Fakten auf den Tisch:

  1. Machen Videospiele tatsächlich gewalttätig?

Kann es tatsächlich passieren, dass ein Spieler in der realen Welt aggressiver wird? Darum sorgen sich viele, wenn es um die Zusammenhänge mit Massenerschießungen und ähnliche Szenarien geht. Sehr häufig stehen Videospiele mit Grausamkeit im Mittelpunkt. Spielen die Täter der heutigen Zeit tatsächlich gewalttätige Spiele und fühlen sie sich in der Folge zu ihren Taten gezwungen?

Durch forensische Analysen fallen solche Anschuldigungen in den letzten Monaten immer häufiger flach. Die Wissenschaft hat anhand von Erkenntnissen gezeigt, dass es keinerlei Verbindungen zwischen aggressivem Verhalten und den Spielen gibt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat das unterstrichen.

Es wurde anhand von Fragebögen und Verhaltensmaßnahmen getestet, wie sehr psychische Probleme, sexistische Einstellungen und Aggression mit den Spielen in Zusammenhang stehen. Die Autoren dieser Studie haben festgestellt, dass es keinesfalls signifikante negative Auswirkungen durch die gewalttätigen Videospiele gibt.

Forschungen haben auch gezeigt, dass gewalttätige Spiele nicht dazu führen, dass Jugendliche weniger sozial oder aggressiver wurden, wenn man eine Umfrage von mehr als 2000 untersuchten Teenagern und Betreuern im vereinigten Königreich unter die Lupe nimmt.

  1. Machen Videospiele süchtig?

Jeder kennt das Spiel Tetris. Nun wurde tatsächlich eine Diagnose erstellt, ob Videospiele süchtig machen und in die internationale Klassifikation von Krankheiten fallen oder nicht. Dies löste eine heftige Debatte aus. Ob eine Störung wirklich vorliegt, wird mithilfe einer Checkliste festgestellt. Zur Spielsucht gibt es gewisse Kriterien, die der Spieler erfüllen muss, um als spielsüchtig zu gelten. Wirklich betroffen sind davon in der Realität aber nur die wenigsten.

  1. Führt ausgeprägtes Videospielen zur sozialen Isolierung?

Es gibt tatsächlich sehr viele Teenager, die alleine in ihrem Zimmer sitzen und ausschließlich nur Videospiele spielen. Eine solche Situation ist nicht nur unnatürlich, sondern auch ungesund. Es gilt aber auch, Missverständnisse darüber aufzudecken.

Grundsätzlich wurden die Videospiele von Anfang für soziale Erfahrungen hergestellt. In den letzten Jahren hat sich dies allerdings geändert, obwohl es sehr viele Mehrspielersysteme gibt. Der Internetzugang ist allgegenwärtig und schnell geworden. Das online Spiel hat das Potenzial, Menschen zusammenzubringen, anstatt sie zu isolieren. So werden enge Gemeinschaften unter den Spielern gebildet. Diese basieren auf gemeinsamen Hobbys und Interessen.

  1. Sind Videospiele eine sinnlose Zeitverschwendung?

Stimmt es tatsächlich, dass man seine Zeit besser nutzen kann, als diese mit Videospielen zu verbringen? Ob Spiele tatsächlich die hauptsächliche Ursache für zahlreiche Probleme in der Gesellschaft sind, sei dahingestellt. Handelt es sich wirklich um sinnlose Zeit, die mit Videospielen verbracht wird? Wie wäre es, sich außerhalb des Zimmers mit kulturell bereichernden Kunstformen auseinanderzusetzen?

Trotzdem gibt es eine schöpferische Kraft, die immer wieder auf die Spiele zurückführt. In den Spielen hat der Spieler die Möglichkeit, andere fantastische Orte und Welten auf eine ganz besondere Weise zu erleben. Keine andere Form der Medien erreicht einen solchen Level.

  1. Videospiele sind reine Unterhaltung

Videospiele sind ein Produkt, das aus der wissenschaftlichen Entwicklung stammt. Der Bezug zu einem Videospiel wird irgendwann zu einer Symbiose. Videospiele beziehen den Spieler mit ein und können außerdem für wissenschaftliche Studien genutzt werden. Solche wissenschaftlichen Daten werden gesammelt, gleichzeitig entsteht ein unterhaltsames Spielerlebnis. Diese Basis ist daher besonders wertvoll.

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